Montag, 20. Juli 2015
Nervenaufreibend: Suljovic erringt ersten Sieg beim Matchplay!
Mensur Suljovic steht zum ersten Mal in der zweiten Runde des World Matchplay. Er bezwang in Blackpool Terry Jenkins nach einem irren Spiel mit 11:9 im Tibreak. Beide Spieler konnten über weite Strecken der Partie nicht ihr eigentliches Können abrufen. Suljovic zeigte aber ein großes Kämpferherz. So wandelte er einen 2:5 Rückstand in eine 9:6 Führung um. Auch vom anschließenden 9:9 Ausgleich und der Tatsache, dass das Publikum klar auf der Seite des Kontrahenten war, ließ sich der 43-jährige nicht aus der Ruhe bringen. Zwar jubelte er zunächst ein Leg zu früh, setzte sich dann aber in der Verlängerung durch. Durch diesen Erfolg klettert er erstmals auf Position 28 der Weltrangliste. In der zweiten Runde wartet jetzt der amtierende Weltmeister und Premier League-Champion Gary Anderson.

Ein nervöses Auftaktleg konnte Suljovic mit seinem fünften Legdart für sich entscheiden. Jenkins antwortete mit einem 71er Finish und ließ anschließend seine erste 180 sowie einen 14 Darter zum Break folgen. Österreichs Nummer Eins warf im Anschluss ebenfalls das erste Maximum und checkte unter Druck 128 zum Ausgleich. Danach scorte Suljovic jedoch nicht gut genug, so dass der Gegner mit seinem sechsten Legdart erneut ein Break schaffte. Mit einem 14 Darter und einem 140er Finish begab sich der Engländer gleich darauf auf die Überholspur und zog auf 5:2 davon. Suljovic hatte zwischenzeitlich einen Dart zum möglichen 3:4 vergeben. Der Wiener landete nachfolgend seine zweite 180 und konnte mit einem 14 Darter direkt zurückbreaken. Die nächsten drei Legs gingen ebenfalls an den gebürtigen Serben, der zwar mit dem Scoring nach wie vor Schwierigkeiten hatte, aber damit plötzlich 6:5 führte.

Anschließend machte Suljovic viel Druck und zeigte ein tolles zwölftes Leg. Er konnte allerdings drei Chancen zum Break nicht nutzen und der Gegner rettete sich zum 6:6. Als nächstes hatte Jenkins selbst nach zwei 180ern Probleme mit den Doppeln und es war Suljovic, der das Leg zum 7:6 klaute. Zwei weitere vergebene Checkchancen des Gegners bestrafte der „Gentle“ als nächstes mit einem 70er Finish zum wichtigen Break. Auch das 17. Leg ging an ihn, so dass er 9:6 in Front lag und dem Sieg ganz nah war. Kurz darauf bekam er seinen ersten Matchdart, traf jedoch das Bullseye nicht. So konnte Jenkins verkürzen und breakte danach sogar begleitet von einer 180 mit einem 96er Checkout zum 12 Darter zurück. Nachdem „The Bull“ dann auch noch 81 auf dem Bullseye zugemacht hatte, stand es 9:9.

Damit musste die Begegnung mit zwei Legs Vorsprung gewonnen werden. Suljovic machte einen guten Anfang und sicherte sich das 10:9. Ihm war allerdings offenbar die eben genannte Regelung mit zwei Legs Vorsprung nicht bewusst. Deshalb wollte er schon seinen Sieg feiern, musste dann aber noch einmal Konzentration aufbauen. Im nächsten Leg bekam er seinen zweiten Matchdart, verpasste aber wie beim ersten abermals das Bullseye. Weil Jenkins aber drei Gelegenheiten zum neuerlichen Ausgleich nicht nutzen konnte, gab es die nächste Chance auf den Sieg für Suljovic. Dieses Mal ließ er sie sich nicht mehr nehmen und checkte 49 mit zwei Pfeilen zum Sieg. Dieses Mal war das Match auch wirklich danach beendet.

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